Projekte in Deutschland

Gegenwind e.V. Bottrop

Der Verein Gegenwind arbeitet seit 1992 in Bottrop zum Thema sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen und unterhält eine Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und deren Bezugspersonen. Im Laufe der Jahre haben sich zwei Arbeitsschwerpunkte herausgebildet. Zum einen werden durch Einzelgespräche die Betroffenen begleitet und unterstützt. Zum anderen hat der Verein sich zum Ziel gesetzt, durch Präventionsangebote sexuellem Missbrauch an Kindern vorzubeugen. Zu diesem Zweck  wurde das Präventionskonzept „Fritz und Frida - wir machen uns stark" für Kindergärten und Grundschulen entwickelt. Um möglichst viele Kinder zu erreichen ist es sinnvoll, Selbstbehauptungsprojekte im schulischen Rahmen durchzuführen.


Auf einem Elternabend werden die Eltern der teilnehmenden SchülerInnen über das Projekt informiert. Sie erhalten Informationen über Täterstrategien und darüber, wie sie durch ihr Erziehungsverhalten zum Schutz des Kindes beitragen können.  


Die Arbeit mit den Kindern findet an zwei aufeinander folgenden Schultagen während der Unterrichtszeit in der Schule statt. Die Mitarbeiterinnen des Vereins Gegenwind kommen für ca. vier Schulstunden am Tag in die Klasse. Die Klassenlehrerin sollte möglichst die ganze Zeit über anwesend sein, um den Inhalt des Projektes mitzuerleben. So ist sie in der Lage nach Abschluss des Projektes die Erfahrungen weiterzuführen und im Schulalltag immer wieder aufzugreifen und zu vertiefen. Eine Nachhaltigkeit der gemachten Erfahrungen wird vor allem erzeugt, wenn Eltern und Klassenlehrerin wichtige Aspekte fortführen.
Studien zur Wirksamkeit von Präventionsangeboten zeigen, dass vor allem erfahrungsorientierte Ansätze eine nachhaltige Wirkung zeigen. Die Mitarbeiterinnen des Vereins Gegenwind arbeiten daher in erster Linie mit Übungen und Spielen, bei denen die Kinder aktiv werden und selbst ausprobieren können. Dies geschieht durch Entspannungsübungen, Rollenspiele,  thematische Spiele und Übungen, malen etc.  Es gibt Gesprächsrunden zur Reflexion eigener Erfahrungen und Diskussionen.
Kernstück des Projektes ist das Mitmachtheater Fritz und Frida. Anhand von kleinen Spielszenen werden Themen wie Angst, Nein-Sagen, mein Körper gehört mir, sich wehren, Berührungen und Geheimnisse in die Gruppe eingebracht. Fritz und Frida, zwei Figuren im Alter der teilnehmenden Kinder, beziehen ihr Publikum in die Suche nach Lösungen mit ein und lassen auch die Kinder in verschiedene Rollen schlüpfen.


Die Projekte „Fritz und Frida – wir machen uns stark", werden zu einem Teil vom Schulamt der Stadt Bottrop und dem Hauptsponsor roterkeil.net Ortsgruppe Bottrop finanziert.

www.gegenwind.org

 

Dortmunder Mitternachtsmission e.V.

Die Dortmunder Mitternachtsmission e.V. wurde schon am 3. März 1918 gegründet. Seit dieser Zeit setzen sich die Mitarbeiterinnen für Prostituierte, ehemalige Prostituierte und Opfer von Menschenhandel ein. Mit dem Roterkeil-Projekt reagieren die Verantwortlichen auf eine veränderte Prostitutionsszene. Immer mehr Minderjährige tauchen in der regulären Prostitutionsszene auf. Damit ist die Mitternachtsmission in Dortmund die einzige Institution, die gezielt mit Kindern und Jugendlichen, die der Prostitution nachgehen, arbeitet. Häufig sind es erwachsene Prostituierte, die die Sozialarbeiter darauf aufmerksam machen.

 

Ein Problem besteht darin, dass gerade diese Kinder und Jugendlichen häufig von den Zuhältern stark abgeschirmt werden. Eine Kontaktaufnahme wird dadurch erschwert und ist besonders zeitaufwendig. Das Leben dieser jungen Mädchen ist meistens geprägt durch Kontaktabbrüche zum Elternhaus und Freundeskreis, Obdachlosigkeit, exzessiven Alkohol- und Drogenkonsum, Existenzängste, Schul- und Ausbildungsabbrüche sowie Flucht vor den Ordnungsbehörden und Jugendämtern. Gerade in der Gruppe der Kinder und Jugendlichen gibt es eine erschreckend hohe Quote von Erkrankungen wie Hepatitis, HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten. Noch mehr als Erwachsene leiden die Mädchen unter den psychischen Folgen der Prostitution; Essstörungen und Selbstverletzungen sind nur ein Ausdruck des inneren Leids, was dadurch verstärkt wird, dass gerade Jugendliche in der Prostitution Opfer von gewalttätigen Übergriffen durch Zuhälter und Kunden werden.

 

Durch die Arbeit der Streetworker wird versucht, Kontakte zu knüpfen und halten. Psychosoziale Beratung und Betreuung in Einzelgesprächen wollen den Mädchen eine neue Lebensperspektive vermitteln und Selbstwertgefühl wiederherstellen. Darüber hinaus sehen die Mitarbeiterinnen des Projektes ihre Aufgabe in so grundsätzlichen Dingen wie der Existenzsicherung und Gesundheitsvorsorge für die Mädchen. Die Dortmunder Mitternachtsmission e. V. will sich zugleich durch Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit zu Lobbyisten dieser Kinder und Jugendlichen in der öffentlichen Wahrnehmung aber auch bei anderen Institutionen machen.


www.mitternachtsmission.de

Looks e.V. Köln

Aufsuchende Sozialarbeit im Kölner Strichermilieu



Innerhalb eines Jahres gehen in Köln mehr als 1.000 Jungen und junge Männer der Notlagenprostitution nach. Viele dieser "Jungs" haben schon in ihrer Familie Vernachlässigung, Missbrauch und Misshandlung erfahren. Häufig haben sie einen Weg in die soziale Isolation hinter sich, die durch Scheitern familiärer Bindung, Heim- und Psychiatrieaufenthalte sowie fehlgeschlagene Versuche der Jugendhilfe geprägt ist. Eine andere Gruppe dieser Jugendlichen und jungen Männer kommt aus Osteuropa. Bei diesen jungen Menschen fehlt jede Aufklärung über Gesundheitsrisiken, die mit der Prostitution und bestimmten Praktiken verbunden sind. Die Folge sind chronische Erkrankungen wie Hepatitis und HIV Infektionen. Hinzu kommt eine fehlende Schulbildung und nicht selten ein Ausweichen vor den Ängsten und Sorgen in die Drogensucht. Viele der Jugendlichen, die bei Looks e. V. eine Anlaufstelle finden, sind wohnungslos, viele haben keinen Kontakt zu Familien oder ähnlichem Betreuungssystem.

 

Looks e. V. unterhält eine szenenahe und gut erreichbarer Anlaufstelle. Diese bietet kostenfreies Essen und Getränke, Dusch- und Waschmöglichkeiten. Besonders wichtig ist die wöchentliche medizinische Sprechstunde. In der Anlaufstelle gibt es in den verschiedenen Sprachen der Jugendlichen und jungen Männer kostenfreie HIV-Präventionsmaterialien, aber auch eine ausführliche individuelle Beratung. An diesem Ort können die jungen Menschen zur Ruhe kommen, aber auch ihre Freizeit gestalten. Für die Zukunft benötigt Looks e. V. dringend größere Räume. Bei der steigenden Zahl von Jungs, die die Einrichtung nutzen, besteht großer Bedarf an einem abgegrenzten Raum mit Ruhebetten und zusätzlichen Beratungsräumen für eine sinnvolle pädagogische Arbeit.


www.looks-ev.de

 

HILFE-FüR-JUNGS e.V. / subway berlin

Im März 1994 wurde das Jungenprojekt SUB/WAY berlin im Zentrum der Berliner Szene gegründet. Ärzte, Zivildienstleistende, Praktikanten, Reinigungskräfte, Ehrenamtliche und Teilzeitbeschäftigte versuchen Jungen und jungen Männern in der Prostitution ein Stück Heimat zu geben. SUB/WAY Berlin engagiert sich für Jungs, die unterwegs sind und anschaffen. Ein großes Anliegen ist die Prävention von sexuell übertragbaren Infektionen. Auch beim häufigen Problem der Wohnungslosigkeit geben die Helfer von SUB/WAY Berlin Unterstützung. Mit den Jugendlichen und jungen Männern versuchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die häufig fehlende Zukunftsperspektive neu zu erarbeiten und zu entdecken. Die Chance auf eine Ausbildung und eine Arbeitsmöglichkeit sind die besten Motivationen für einen Ausstieg aus der Prostitution.

 

Im Projekt Berliner Jungs sollen Jungen vor pädosexuellen übergriffen Erwachsener geschützt werden. Häufig werden Jungen in Schwimmbädern, Einkaufzentren oder auf öffentlichen Plätzen von pädosexuellen Tätern angesprochen. Daher ist SUB/WAY berlin regelmäßig mit dem Infomobil unterwegs, um Jungen an ihren Freizeittreffs über Täterstrategien aufzuklären. Zweimal wöchentlich ist zudem ein medizinisches Mobil an den Stellen unterwegs, die als Kinder- und Jugendstrich bekannt sind. Dort wird eine medizinische Versorgung genauso angeboten wie Gespräche. Jungen werden als Opfer von sexueller Ausbeutung und Gewalt kaum wahrgenommen. Entsprechend gering sind spezielle Hilfsangebote für sie. SUB/WAY Berlin schließt diese Lücke.


www.subway-berlin.de

KARO e.V. Plauen

In der Grenzregion zur tschechischen Republik nimmt die Kinderprostitution von Jahr zu Jahr zu. Die Täter sind überwiegend deutsche Männer, die einen kurzen Abstecher über die Grenze machen und in Cheb genügend Kinder und Jugendliche verschiedener Nationalitäten finden. Diese jungen Menschen sind häufig Opfer von Menschenhandel. Selbst Babys werden hier aus wirtschaftlicher Not von ihren Eltern zum Gebrauch angeboten. KARO e.V. mit Sitz in Plauen, ist ein Verein zur grenzüberschreitenden Sozialarbeit in der Prostitutions- und Drogenszene. KARO hat sowohl in Plauen, als auch in Cheb eine Beratungs- und Anlaufstelle. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Bekämpfung sexueller Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen, der Eindämmung der Zwangsprostitution und des Frauen- und Kinderhandels. Während der ständigen Streetwork werden Kontakte zu den Jugendlichen geknüpft.

 

KARO e.V. errichtete 2008 nur durch Spenden ein Frauen- und Kinderschutzhaus. Hier erfahren die Frauen und Kinder erste Hilfe, Sicherheit und psychologische Unterstützung. Darüber hinaus begleiten die Mitarbeiter von KARO e.V. unter schwierigsten Bedingungen Mädchen und junge Frauen beim Ausstieg aus der Prostitutionsszene und geben Hilfestellungen bei der Wiedereingliederung bzw. Rückführung der Opfer in soziale Strukturen in den Herkunftsländern.


www.karo-ev.de

Ärztliche Beratungsstelle Datteln

Die ärztliche Beratungsstelle gegen Vernachlässigung und Misshandlung von Kindern in Datteln leistet seit nunmehr 18 Jahren Hilfe für Kinder und Familien bei Vernachlässigung, seelischer, körperlicher und sexueller Misshandlung. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Kinderklinik, Ärzten, Jugendämtern, Schulen, Kindergärten und Familien ist eine schnelle, unbürokratische und auch anonyme Hilfe möglich.


Durch die Finanzierung von Personalkosten ermöglichen wir die Durchführung des Präventionsprogramms „Power-Kids" in Förderschulen und eine Ausweitung des Beratungsangebotes, so dass längere Wartezeiten für Hilfesuchende vermieden werden.


www.kinderklinik-datteln.de


 

Deutscher Kinderschutzbund Coesfeld e.V.

„Nein darf sein" - Präventionsprojekt in Grundschulen

Die Gefahr, Opfer sexuellen Missbrauchs zu werden, besteht zwar in jedem Alter, am häufigsten sind jedoch Kinder vom Vorschulalter bis zu Beginn der Pubertät betroffen. Man geht heute davon aus, dass jedes vierte Mädchen und jeder zehnte Junge sexuell missbraucht wird. Umso bedeutender ist es, dass die Grundschule das Thema „Sexueller Missbrauch" aufgreift, dass auch  Lehrer und  Eltern präventiv tätig werden und Hilfemöglichkeiten aufgezeigt bekommen.
 
Das Projekt „Nein darf sein – gegen sexuellen Missbrauch" möchte Kinder im Grundschulalter stark machen gegen jede Form von sexueller Gewalt.


roterkeil.net fördert Projekte, die vom Kinderschutzbund Kreis Coesfeld in Grundschulen im Kreis Coesfeld durchgeführt werden.
 
http://dksb-coe.de/unsere-hilfe/praeventionskurs-nein-darf-sein

basis & woge e.V. Hamburg

basis & woge e.V. ist ein staatlich anerkannter Träger sozialer Dienstleistungen in Hamburg. Die Mitarbeiterschaft verfügt über langjährige Erfahrungen in der pädagogischen und gesundheitsfürsorgerischen Arbeit, in der Beratung sowie in der Hilfe für junge Menschen in Krisensituationen.

Ein Angebot von basis & woge e.V. ist eine Anlauf- und Beratungsstelle für männliche Prostituierte. Dort können sich die Klienten aufhalten, treffen, miteinander reden, sich ausruhen, duschen, Wäsche waschen, essen und spielen. Die MitarbeiterInnen unterstützen die jungen Männer bei ihren Problemen und suchen in den Abend- und Nachtstunden regelmäßig die Stricherkneipen in St. Georg sowie den Hamburger Hauptbahnhof auf.

Seit einigen Jahren gehen jugendliche Stricher vermehrt über das Internet anschaffen. Um auch diese Zielgruppe erreichen zu können, wurde vom AKSD (Arbeitskreis der Stricherprojekte in Deutschland) eine virtuelle Anlauf- und Beratungsstelle, die Internetplattform info4escorts geschaffen. Auf dieser werden Informationen zu HIV/Aids und sexuell übertragbaren Krankheiten, allgemeine Tipps und Beratung und Hilfe anhand von regelmäßigen Gruppenchats, Einzelchats, Foren und Emails angeboten.

Info4escorts.de ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Anlauf- und Beratungsstellen in Deutschland (Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln, Essen, München, Stuttgart), die mit Jungen und jungen Männern arbeiten, die (im Internet) unterwegs sind und anschaffen.

roterkeil Senden e.V. fördert das Projekt „Virtuelle Anlauf- und Beratungsstelle ‚info4escorts‘ - Sozialarbeit auf dem Cyber-Strich".

www.info4escorts.de

Allerleirauh e.V. Hamburg

Der gemeinnützige Verein Allerleirauh wurde 1987 von Frauen gegründet, die in der Mädchen- und Frauenarbeit tätig waren. Er unterhält die Beratungsstelle Allerleirauh, die in Hamburg Hilfe und Unterstützung bei sexuellem Missbrauch an Mädchen und Jungen bietet. Der zweite Schwerpunkt ist Prävention von sexueller Gewalt.

 

Seit Mai 2006 erreichen Ratsuchende wöchentlich an 24 Stunden eine Mitarbeiterin von Allerleirauh am Telefon, um einen Termin für ein Beratungsgespräch auszumachen, eine Information einzuholen oder eine andere erste Unterstützung zu erhalten. Vorher war dies nur an 12 Stunden wöchentlich möglich.

Der Grund für die Erweiterung der telefonischen Erreichbarkeit liegt in der Erfahrung, dass knappe Telefonzeiten und ein Anrufbeantworter für viele Ratsuchende Hürden darstellen, die eine Kontaktaufnahme zu Allerleirauh erschweren. Oft ist es ein spontaner Impuls, der Ratsuchende zum Telefon greifen lässt, um Hilfe zu suchen. Wenn sie dann nur einen Anrufbeantworter erreichen, kann dieser Impuls im Sande versiegen oder zumindest für längere Zeit in den Hintergrund treten.

Die Problemlagen, die in Telefongesprächen angesprochen werden, sind vielfältig: Eine Mitarbeiterin einer Beratungsstelle sucht eine Kinder-und Jugendlichenpsychotherapeutin für ein 17jähriges Mädchen, das dringend Unterstützung braucht. Eine Lehrerin fragt, wann sie mit ihrer 15jährigen Schülerin in die Beratungsstelle kommen kann, die sich ihr anvertraut hat. Eine junge Frau ruft an, weil ihr Schwiegervater sich so verhält, dass sie sich um ihre beiden Töchter sorgt. Eine Mutter erzählt verzweifelt, dass ihre jüngere 13jährige Tochter von dem 18jährigen Freund ihrer älteren Tochter vergewaltigt wurde. Eine Nachbarin ist wegen eines 12jährigen Nachbarkindes beunruhigt. Eine 17jährige, sie möchte ihren Namen nicht nennen, berichtet über sexuelle Gewalterfahrungen und möchte sich einen ersten Eindruck von der Beratungsstelle verschaffen, indem sie zaghaft Fragen stellt.

 

roterkeil Senden e.V. fördert die Erweiterung der telefonischen Erreichbarkeit.

 

www.allerleirauh.de

Deutscher Kinderschutzbund Rheine e.V.

Aufsuchende Traumaberatung für Kinder und Jugendliche mit Gewalterfahrungen

 

Der Kinderschutzbund Rheine (DKSB) arbeitet seit 25 Jahren in der Stadt Rheine und dem Kreis Steinfurt zum Thema" Sexualisierte Gewalt." Durch die Präventionsarbeit stieg auch die Anfrage von Jungen und Mädchen nach Erstberatung. Viele Kinder und Jugendliche, die sexuelle Gewalt durch Erwachsene oder Gleichaltrige erlebt haben, scheuen sich davor, über ihre Erlebnisse zu sprechen. Dadurch werden traumatische Störungen oft verschlimmert und verschleppt. Irgendwann werden diese Kinder und Jugendlichen auffällig, suchen Hilfe und sprechen Freunde, Lehrer und andere Bezugspersonen auf ihre Erlebnisse an.


Im Kreis Steinfurt, als großer ländlicher Flächenkreis, ist der DKSB Rheine die einzige Fachberatungsstelle. Für Kinder und Jugendliche, ohne Begleitung einer Vertrauensperson, ist es schwierig bis unmöglich alleine dorthin zu gelangen.Diese Kinder und Jugendlichen sind auf eine örtliche niedrigschwellige Versorgung angewiesen. Zu diesem Zweck wurde ein Fahrzeug angeschafft, damit die Therapeuten des DKSB vor Ort Kontakt aufnehmen und erste Schritte zur persönlichen Konfliktbewältigung einleiten kann.


roterkeil Senden e.V. übernimmt die laufenden Fahrzeugkosten für die "Aufsuchende Traumaberatung".

Suchthilfe direkt Essen gGmbH / Roadrunner

Die mobile Beratung von Roadrunner richtet sich an Jugendliche in Essen, die ihren Lebensmittelpunkt auf die Straße verlegt haben oder dabei sind, sich an einem Leben auf der Straße zu orientieren. Zielgruppe sind in erster Linie Minderjährige und junge Heranwachsende bis einschließlich 21 Jahren.


Erreicht werden sollen Kinder und Jugendliche, die sich weitestgehend von einer oder mehreren sozialen Instanzen wie Familie, Jugendhilfe, Schule und Ausbildung abgewendet haben oder eine besondere Gefährdung bezüglich einer künftigen Abwendung aus diesen Instanzen aufweisen. Schulbesuche finden unregelmäßig oder gar nicht mehr statt. Viele Jugendliche kommen aus Familien in denen Suchterkrankungen jeglicher Art ein fester Bestandteil des Familienalltags sind.


Bis auf einen verschwindend kleinen Teil haben fast alle Erfahrungen mit den legalen Suchtmitteln Alkohol und Nikotin und der illegalen Droge Cannabis. Darüber hinaus zeigen sie eine extrem hohe Experimentierfreudigkeit und Risikobereitschaft im Umgang mit Suchtmitteln aller Art. Alle stehen Erwachsenen und dem Jugendhilfesystem mit großem Misstrauen gegenüber.

· Roadrunner baut Vertrauen auf
· Roadrunner erreicht Jugendliche möglichst frühzeitig
·

Roadrunner hilft Jugendlichen dabei Alternativen
zu finden und Perspektiven zu entwickeln

· Roadrunner schlägt neue Brücken zu Eltern, Jugendhilfe, Schule und Beruf


www.suchthilfe-direkt.de

 

Projekte Weltweit

Don Bosco | Boys Home Cebu Philippinen

In Cebu leben weit über 10.000 Kinder und Jugendliche auf der Straße. Sie leben in extremster Armut und viele haben schon in jungen Jahren Erfahrung mit körperlicher Gewalt und sexuellem Missbrauch gemacht.

Aus diesem Grund haben die Salesianer 1998 das Don Bosco Boys Home in Liloan in Cebu gegründet, welches seit der Gründung bereits über 2.000 marginalisierten und ausgebeuteten jungen Menschen ein wichtiges Überlebenselixier übermittelt hat: Hoffnung.

Im Don Bosco Boys Home finden die jungen Menschen ein Zuhause und lernen das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit kennen. Sie kommen aus sehr armen Familien, in denen das Geld nicht einmal für Nahrungsmittel ausreicht. An eine Ausbildung wäre gar nicht zu denken.
 

Das Don Bosco Boys Home und Bildungszentrum in Liloan bietet diesen marginalisierten Kindern und Jugendlichen im Sinne der Pädagogik Don Boscos ein ganzheitliches Entwicklungsprogramm an. Sie wohnen im Don Bosco Boys Home und können ihrem Alter und Interesse entsprechend eine schulische oder berufliche Ausbildung absolvieren, um so ihre Zukunftsperspektiven zu verbessern. Im Schuljahr 2014/2015 sind 89 Jungen im Don Bosco Boys Home untergekommen. Die meisten von ihnen besuchen die Grund- oder die Sekundarschule, einige absolvieren eine Berufsausbildung.



Das Don Bosco Berufsbildungszentrum bietet den Jugendlichen aus dem Boys Home und aus Cebu die Möglichkeit einen praktischen Beruf in den arbeitsmarktrelevanten Bereichen Schweißen, Mechanik, Elektromechanik oder Schreinereihandwerk zu erlernen. Im Juni 2014 haben insgesamt 52 Jugendliche eine Berufsausbildung begonnen. Durch die Kooperation mit lokalen Firmen finden viele Jugendliche nach dem Abschluss der Ausbildung eine Arbeit in ihrem Fachbereich.



Neben der schulischen und beruflichen Bildung fördert Don Bosco Liloan auch die persönliche und soziale Entwicklung der jungen Menschen. Sie können an sportlichen, sozialen und kulturellen Aktivitäten, sowie an Jugendtreffs, teilnehmen. Hierdurch werden zwischenmenschliche Kommunikation und das soziale Miteinander gefördert und die Kinder und Jugendlichen werden in dem Prozess, sich zu selbstständigen Persönlichkeiten zu entwickeln, unterstützt.

Don Bosco | Bosco Sevana Uswetakeiyawa Sri Lanka

Der Tourismus stellt in Sri Lanka eine der wichtigsten Devisenquellen des Landes dar. Oftmals werden allerdings die Schattenseiten dieses fluorierenden Geschäftes unter den Tisch gekehrt. Die Nachfrage nach Prostitution stieg dramatisch an und insbesondere Kinder und Jugendliche wurden Opfer des sogenannten „Sextourismus". 

 

Sri Lanka ist insbesondere bei Sextouristen mit einer Vorliebe für Jungen bekannt.  Die Folgen dieser Form des Tourismus zeigen sich besonders eklatant in der westlichen Küstenregion des Landes, wo Kinderprostitution und sexuelle Ausbeutung oftmals zum Alltag gehören. Die Kinder sind in einem Teufelskreis gefangen, welchem sie ohne fremde Hilfe nicht entfliehen können.

 

Um bedürftigen Kindern und Jugendlichen einen Ausweg aus der Perspektivlosigkeit zu geben und sie wieder in die Gesellschaft zu integrieren, wurde 1996 das Don Bosco Zentrum „Bosco Sevana" für Straßenkinder und sexuell ausgebeutete Kinder in Uswetakeiyawa an der Westküste Sri Lankas  gegründet. „Sevana" heißt so viel wie Heim oder Zuhause. Um der desaströsen Situation männlicher Jugendlicher entgegenzuwirken, widmen sich die Salesianer Don Boscos hier der Rehabilitation der Jugendlichen.



Derzeit beherbergt „Bosco Sevana" 84 Jungen, darunter Straßenkinder, Halbwaisen, Opfer von sexuellem Missbrauch durch pädophile Touristen sowie  verwahrloste und unterprivilegierte Jugendliche. Viele sind Opfer häuslicher Gewalt geworden. Die Jungen sind zwischen 11 und 19 Jahren alt.  Sie werden durch Pfarreien der Salesianer Don Boscos oder durch die Polizei vermittelt, um den Fängen der pädophilen Vergnügungsindustrie zu entkommen.

 

Die meisten Jugendlichen sind niemals zur Schule gegangen oder haben diese frühzeitig abgebrochen. Im „Bosco Sevana"-Zentrum werden die Jungen ganzheitlich betreut und können lesen und schreiben lernen. Sie können an Brückenkursen teilnehmen, welche das Ziel haben, sie für den Besuch der staatlichen Schule zu qualifizieren. Nachmittags kommen rund 400 Kinder zum Nachhilfeunterricht. Jeder freie Platz wird genutzt. Nach Abschluss der Schule werden sie in der Berufsfindung unterstützt oder können in einem der technischen Zentren Don Boscos eine berufliche Ausbildung wahrnehmen.

 

Neben diversen Freizeitaktivitäten wie Sport oder Theaterklassen, stehen die seelische und physische Rehabilitation im Mittelpunkt der Arbeit der Salesianer Don Boscos in Uswetakeiyawa. Jugendliche, die Gewalt erfahren haben, wie Opfer sexuellen Missbrauchs oder häuslicher Gewalt, können Seelsorge oder therapeutische Unterstützung in Anspruch nehmen, um ihre Traumata zu überwinden. Oftmals werden auch Eltern-Kindern Gespräche zur Zusammenführung von Familien organisiert.

 

Die Kombination aus Bildung und psychologischer Beratung gibt den Jungen essentielle Werkzeuge an die Hand, um sie aus dem Teufelskreis der Armut und Chancenlosigkeiten zu befreien und sie in ihrem Selbstwertgefühl zu stärken.

Technical School Negombo Sri Lanka

Informationen über dieses Projekt folgen in Kürze.

Seliger Adolf Kolping Ausbildungszentrum Uganda

Informationen über dieses Projekt folgen in Kürze.

Ehemalige Projekte

Don Bosco | Frauenhaus Manzini Swasiland

Derzeit werden von den Salesianern 13 Mädchen zwischen 8 und 18 Jahren im Frauenhaus betreut. Acht dieser Mädchen besuchen die Grundschule und fünf weiterführende Schulen. In der Betreuung werden die Salesianer von drei Freiwilligen eines amerikanischen christlichen Freiwilligendienstes, Hoseas Heart, sowie einem lokalen Freiwilligen unterstützt. In leitender Funktion ist eine lokale Heimleiterin angestellt.

 

Ziel ist die ganzheitliche Betreuung in einer familienähnlichen Atmosphäre, die Förderung von Freizeitaktivitäten (insbesondere Handwerk, Musik und Gesang) und des Engagements der Mädchen in lokalen Vereinen. Trotz der schwierigen Beziehungen und Erfahrungen, die manche der Mädchen mit ihren Familien haben, wird möglichst der Kontakt zur Familie aufrechterhalten, unter anderem durch Wochenendbesuche zu Hause.

Der Vermittlung von Frauenrechten wird besonders berücksichtigt. Konkret nehmen die Mädchen am GLOW-Programm teil, welches Aufklärungsarbeit im Bereich Gesundheit und Sexualerziehung leistet. Zusätzlich werden sie bei Schulaufgaben unterstützt. Zweimal wöchentlich werden gesellschaftliche und christliche Inhalte über Bibelkurse vermittelt.


Um den Mädchen ein angemessenes Umfeld bieten zu können, waren dringend Renovierungsarbeiten am Wohngebäude nötig. Durch die Unterstützung der Stiftung roterkeil.net konnten entsprechende Maßnahmen in Angriff genommen. Alle Räume wurden neu gestrichen und durch Verlegung eines Fliesenbodens wohnlicher gestaltet. Es wurden Betten und weiteres Mobiliar angeschafft sowie neue Duschen installiert. Zusätzlich wurden mit weiteren Spendengeldern das Dach erneuert sowie Rohrleitungen und die Elektrik neu verlegt.



Die Kosten für die Umsetzung der Renovierungsarbeiten konnten reduziert werden durch Übernahme der Aufgaben des eigenen Hausverwaltungsteams.

Um die Nachhaltigkeit der Einrichtung zu fördern, ist zudem ein eigener Garten zur Versorgung mit Obst und Gemüse angelegt worden. Im ebenfalls von den Salesianern geleiteten „Youth and Agricultural Center" können die Mädchen landwirtschaftliche Fähigkeiten erlernen. Dies als Maßnahme, damit die Mädchen nach ihrer Ausbildung und dem Ausscheiden aus dem Frauenhaus über zusätzliche Fähigkeiten zur Sicherung ihrer Lebensgrundlage verfügen.

Durch die finanzielle Unterstützung durch die Stiftung roterkeil.net für die Renovierungsarbeiten und laufenden Kosten des Frauenhauses konnten ursprünglich verplante Mittel für den Kauf eines Fahrzeuges freigemacht werden. Dies erleichtert die tägliche Arbeit und Versorgung des Frauenhauses, da die Einrichtung 7 km außerhalb des Stadtzentrums liegt.

 

Die Salesianer aus Manzini danken der Stiftung roterkeil.net sehr herzlich für die Unterstützung, die es ermöglicht hat, Mädchen und junge Frauen mit sexualisierter sowie Gewalterfahrung ein geschütztes Umfeld zu bieten, sie auf ihrem Weg zu begleiten, sie zu rehabilitieren, sowie ihre Persönlichkeit zu stärken.

 

Projekthintergrund

Swasiland ist der zweitkleinste und einer der ärmsten Staaten Afrikas. Im Human Development Index liegt das Land derzeit auf Platz 148 von 187. Die Bevölkerung lebt zum überwiegenden Teil auf dem Land, dennoch ist man auf den Import von Lebensmitteln angewiesen. Manzini, der Standort des Projektes und größte Stadt des Landes, übt eine große Anziehungskraft aus. Die lokale Arbeitsmarktlage gestaltet sich für Binnenmigranten prekär. Swasiland weist eine der höchsten AIDS/HIV-Prävalenzraten weltweit auf.

Der Verdienst der Familienoberhaupte reicht oft nicht aus, um die ganze Familie zu ernähren beziehungsweise fällt aufgrund der Erkrankung an AIDS/HIV komplett aus. Beide Faktoren, führen dazu, dass Kinder und Jugendliche schon früh auf sich gestellt sind und ihren Lebensunterhalt verdienen müssen. Mädchen und junge Frauen geraten besonders leicht in prekäre Situationen oder sehen sich zur Prostitution gezwungen. Ein Drittel aller Mädchen wird bereits während der Kindheit Opfer sexueller Gewalt oder von Missbrauch. Dieser Problematik nimmt sich das Frauenhaus der Salesianer in Manzini an und ist damit die einzige vergleichbare Einrichtung vor Ort.

In der Vergangenheit hatte das Manzini Youth Center MYC bereits ein Frauenhaus geleitet, welches dann zwischenzeitlich von einem anglikanischen Nonnenorden übernommen wurde. Die erneute Übernahme durch die Salesianer ermöglichte die unmittelbare Betreuung der Mädchen und jungen Frauen in prekären Situationen. Aktuell ist auch der Staat aktiv geworden, um der Problematik von Gewalt und Missbrauch gegenüber Frauen und Mädchen zu begegnen. In Zusammenarbeit mit dem für Soziales zuständigen Minister wurden die Aktivitäten zur Betreuung von Mädchen und jungen Frauen wieder aufgenommen.

 

 

 

 

Mutter Teresa Ausbildungszentrum Uganda

300 Waisenkindern, die Opfer der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Region sind, wird in dem „Mutter Teresa Ausbildungszentrum" eine Heimat und Zukunft gegeben. Sie werden in sechs Klassen unterrichtet sowie im Internat verpflegt, betreut und gefördert. Diese Mädchen und Jungen haben größtenteils unter primitiven Verhältnissen in Flüchtlingscamps gelebt. Hier sollen sie Hilfe zur Selbsthilfe erfahren, das heißt eine schulische Bildung und eine handwerkliche Ausbildung erhalten. Somit sollen sie befähigt werden ein eigenständiges Leben zu führen und eines Tages für den eigenen Lebensunterhalt sorgen zu können.


Für die Selbstversorgung dieses Zentrums dient die Bewirtschaftung eines 2006 angelegten eigenen Gartens. Er wird von den Kindern und Jugendlichen gepflegt und in ihm werden unter anderem Mais, Kartoffeln, Karotten und Bohnen angebaut. Um die lebenswichtige Wasserversorgung zu erleichtern, wurde unter Mithilfe der Dorfbewohner ein 65 m tiefer Brunnen gebohrt. Auch bei dem Bau des Ausbildungszentrums werden die Dorfbewohner einbezogen. Sie fertigen die Steine und führen Ausschachtungs- und Maurerarbeiten durch. Da es keinen elektrischen Strom gibt, ist viel körperlicher Einsatz gefordert.  


Initiiert und geleitet wird das Zentrum von Pfarrer Emmanuel Twinomujuni. Er plant, die Kapazität des Zentrums auf 400 Kinder aufzustocken. Da er aber weder vom Staat Uganda noch von der Diözese Hoima finanzielle Hilfe bekommt, hat sich roterkeil Greven bereits 2006 entschlossen dieses lebensnotwendige und zukunftsweisende Projekt zu unterstützen.  


Das Ehepaar Elisabeth und Alois Gerding aus Senden, welches sowohl Pfr. Emmanuel bei seinem Besuch in Deutschland begleitete als auch das „Mutter Teresa Ausbildungszentrum" wiederholt besuchte, haben die Entwicklung des Projektes dokumentiert. Sie können auch konkrete Patenschaften vermitteln.

 

Notruf für Kinder und Jugendliche im Kreis COE

Im April  2008 wurde gemeinsam mit dem Runden Tisch zur Bekämpfung von Gewalt an Frauen und Kindern im Kreis Coesfeld das Kinder- und Jugendnotruftelefon eingerichtet - eine telefonische Anlaufstelle zur Erstberatung. Kinder und Jugendliche, die körperlicher, psychischer, sexueller und häuslicher Gewalt ausgesetzt sind, finden hier Hilfe. Die Beratung erfolgt von qualifizierten Mitarbeitern kostenlos und anonym.


Die Notwendigkeit dieses Angebotes für Kinder und Jugendliche im Kreis Coesfeld wird durch die vielen ernst zu nehmenden Anrufe bestätigt. Träger dieses Hilfeangebots sind die Kjfh Billerbeck, das Havixbecker Modell und roterkeil.net Senden e.V. Die Kosten werden nur durch Spenden finanziert.


Das Beratungsangebot ist anonym, kostenfrei, vertraulich.
Unter 0800-4211111 können sich Kinder und Jugendliche mit ihren Fragen und Problemen von Montag bis Sonntag von 16 - 19 Uhr an die Beraterinnen und Berater wenden.

Don Bosco | Schulprojekt Jaffna Sri Lanka
Don Bosco | Abendschulprojekt Vavuniya Sri Lanka

Zielgruppe des Projektes sind zurzeit 165 Mädchen im Alter von 2 bis 22 Jahren. Die meisten von ihnen sind Vollwaisen. Einige haben noch einen Elternteil und/oder einzelne Verwandte, wissen aber nicht, wo diese sich befinden. Ein großer Teil der Mädchen war während des Krieges in der Gewalt der LTTE. Viele wurden zu Kindersoldatinnen ausgebildet und von Soldaten und Angehörigen der LTTE misshandelt und sexuell missbraucht.
 

Ziel des Projektes ist eine integrale Betreuung der Mädchen, die gewährleisten soll, dass sie die Schrecken des Krieges und der erlittenen Misshandlungen überwinden und in ein normales Leben zurückfinden, das ihnen eine positive Zukunftsperspektive bietet. Dazu gehören u.a. der regelmäßige Schulbesuch und der zertifizierte Abschluss der schulischen Ausbildung, eine psycho­logische Betreuung, die regelmäßige medizinische Betreuung, Gesund­heitserziehung, sinnvolle Freizeitgestaltung und auch die Förderung beson­derer Talente.

 

Projekthintergrund

 

Seit dem Ende des Bürgerkrieges im Mai 2009 befinden sich immer noch rund 300.000 Menschen in verschiedenen Flüchtlingslagern im Norden Sri Lankas. Besonders schwierig war die Situation für Kinder und Jugendliche, die ihre Angehörigen durch den Krieg verloren haben oder die während der jahrelangen Auseinandersetzungen in der Gewalt der LTTE waren und zum Dienst an der Waffe gezwungen wurden.  

 

Am 28. August 2009 wurden den Salesianern 62 Jungen übergeben, die nun  im Wohnheim von Murunkan betreut werden. Im September kamen weitere 20 Jungen hinzu. Es sind Jugendliche, die zum Teil monatelang in der Gewalt der LTTE waren und die meiste Zeit im Freien leben mussten. Viele von ihnen haben Verletzungen, die behandelt werden müssen. In Murunkan erhalten die Jugendlichen nun je nach Alter eine schulische oder berufliche Ausbildung, die ihnen später ein eigen­ständiges Leben ermöglicht.

 

In Vavuniya wurde mit Hilfe von JUGEND DRITTE WELT (heute Don Bosco Mondo) ein Übergangs-Shelter für Mädchen errichtet. Das Grundstück, auf dem bereits ein älteres Gebäude stand, hatte der Bischof von Mannar zur Verfügung gestellt. Inzwischen sind zwei halboffene Gebäude entstanden, die über zwei große Schlafräume, einen Raum für Erzieher, eine kleine Krankenstation und Sanitäranlagen verfügen.

In jedem der beiden Gebäude sind inzwischen 58 Mädchen untergebracht, die von Salesianerschwestern betreut werden.

 

35 Mädchen sind im Alter von 2-14 Jahre, 56 Mädchen im Alter von 15 bis 19 Jahre und 25 Mädchen zwischen 20 und 25 Jahre alt. Die meisten von ihnen sind Vollwaisen. Einige haben noch ein Elternteil sowie einzelne Verwandte, wissen aber nicht, wo diese sich befinden. Während des Krieges war der größte Teil der Mädchen in der Gewalt der LTTE. Viele von ihnen wurden zu Kindersoldatinnen ausgebildet und waren an Kampfhandlungen beteiligt. Ebenso haben viele von ihnen unterschiedliche Formen von Gewaltanwendung und Missbrauch erlebt, unter deren Folgen sie noch heute leiden. Nach Kriegsende wurden die Mädchen zunächst in einem sogenannten Waisenhaus der LTTE betreut und von dort durch die Behörden an die Salesianer Don Bosco übergeben.

 

Viele Mädchen haben während der Kriegshandlungen mehr oder minder schwere Verletzungen erlitten, von denen sie sich zum Teil noch nicht erholt haben. Ein Mädchen hat im Krieg beide Beine verloren. Ein anderes Mädchen kann aufgrund von Granatsplitterverletzungen ihre Hände nicht benutzen. Mehr als 15 Mädchen haben noch Granatsplitter im Körper, die jedoch nicht entfernt werden können, ohne das Leben der Jugendlichen ernsthaft zu gefährden. Fast alle haben Wunden oder Brandverletzungen. Psychologische Fachkräfte von Caritas Sri Lanka kamen zunächst täglich, jetzt durchschnittlich 2-3 mal pro Woche, zum Shelter,  um durch spezielle Therapien den Kindern und Jugendlichen zu helfen, die erlittenen Traumata zu überwinden. Ein Mädchen hat Anfang 2010 Selbstmord begangen, da seine Haut zu mehr als 50% verbrannt war und es so nicht mehr weiter leben wollte.

 

Die tägliche Versorgung von 116 Mädchen ist für die Salesianer und die Don Bosco-Schwestern eine große Herausforderung, die sie aus eigener Kraft kaum bewältigen können. Staatliche Zuschüsse gibt es nicht. Daher sind sie auf Hilfe von außen angewiesen, um den Mädchen ein menschenwürdiges Dasein zu ermöglichen und ihnen eine schulische bzw. berufliche Ausbildung zukommen zu lassen, damit sie später auf eigenen Füßen stehen können.

 

 

Arbeit der Salesianer Don Boscos in Cebu Philippinen

Alkoholismus, Drogen und Spielsucht sind dieständigen Begleiter in den Elendsvierteln der philippinischen Großstädte. Viele Kinder werden Opfer von Missbrauch und Gewalt. Dieser Erfahrungen werden nicht selten in der eigenen Familie gemacht, dies treibt die Kinder zu einem Leben auf der Straße. Aber dort erwartet sie kein geringeres Elend. Allein in der Hafenstadt Cebu sind es 5000 Mädchen und Jungen. Ihre Heimat wird der Gehsteig, auf dem sie der Gewalt und sexuellen Ausbeutung hilflos ausgeliefert sind. damit die Kinder nicht den ständigen Gefahren und Einflüssen der Straße ausgesetzt sind, betreuen die Salesianer Don Boscos seit vielen Jahren ein Haus für Strßenkinder. Eine gute Schul- und Berufsausbildung ist die beste Waffe im Kampf gegen die Ausbeutung. Dies haben sich die Salesianer Don Boscos zum Ziel gesetzt. Ein besonderes Projekt ist die Betreuung von Gefängniskindern und Jugendlichen. Nicht selten werden die Kinder Jugendliche im Gefängnis mit Erwachsenen eingesperrt. Gewalt und sexuelle Ausbeutung sind die Folge.

 

Auf Initiative der Salesianer Don Boscos wurde innerhalb des Gefängnisses ein eigener Bereich für jugendliche Gefangene eingerichtet. Dort werden sie nun angemessen betreut und unterichtet. Sie erhalten eine Ausbildung in den Bereichen: Schweißen, Mechanik, Elektromechanik und Schreinerhandwerk. damit haben sie eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt, wenn sie das Gefängnis verlassen, da diese Fähigkeiten in der Wirtschaft der Region dringend gebraucht werden. Die Chance auf auf einen guten Arbeitsplatz ist eine große Motivation für die bei Don Bosco ausgebildeten Jugendlichen.