11.08.14 | Ortsgruppe Dortmund

Unterstützung für Technical Center

Teaser-Image Mit Vorstandsbeschluss vom 24.02.2014 hat sich roterkeil Dortmund e.V. verpflichtet, das Technical Center der Salesianer Don Boscos in Negombo/Sri Lanka, mit zunächst jährlich 850.000 LKR (ca. 5.000 Euro) finanziell zu unterstützen.

Anlass der Entscheidung war der Besuch des Leiters des Technical Centers, Pater Pinto, Ende 2013 bei roterkeil.net in Dortmund. Pater Pinto berichtete, gemeinsam mit Frau Ebinger, Projekt-Referentin von Don Bosco Mondo aus Bonn, über die Situation in Sri Lanka nach dem Bürgerkrieg im Allgemeinen und über die Kinder und Jugendlichen dort, die Opfer sexuellen Missbrauchs werden.

 

Die Salesianer Don Boscos nehmen sich der missbrauchten Opfer an. Bereits 1963 wurde das Technical Center gegründet. Heute ist es eine staatlich anerkannte technische Berufsschule mit angeschlossenem Wohnheim für die Kinder und Jugendlichen. Derzeit werden ca. 400 Jugendliche beherbergt, die in 16 verschiedenen Berufen vom KFZ-Mechaniker für u.a. die berühmten Tuk-Tuks über Bäcker und Zimmerer bis zu IT- und Computer-Spezialisten ausgebildet werden. Die Ausbildung dauert zwischen 6 Monaten und zwei Jahren, woran sich jeweils ein 6-monatiges Praktikum (training-on-the-job) anschließt. Fast alle Absolventen finden im Anschluss an die Ausbildung eine Arbeit und können so wesentlich zum Haushaltseinkommen der Familie beitragen. In den Jahren seit der Gründung konnten über 20.000 Kinder und Jugendliche wieder in ein gesichertes, normales Leben zurückgeführt werden.

 

Sri Lanka (bis 1972 Ceylon) hat ca. 21 Mio. Einwohner. Es ist eine multireligiöse, multiethnische Nation (Buddhisten, Hindus, Islamisten und Christen), deren Haupteinnahmequelle, neben dem Export von Tee und  Textilien, der Tourismus darstellt. Von 1983 bis 2009 herrschte ein blutiger Bürgerkrieg zwischen den buddhistischen Tamilen (Minderheit) und den hinduistischen Singhalesen (Mehrheit), deren Nachwirkungen noch heute bestehen.

 

Negombo, nördlich von Colombo - der Hauptstadt von Sri Lanka – malerisch an der Küste gelegen, ist ein bei Kinderschändern beliebtes Touristenzentrum. „Boy paradise" wird die Küste dort von Pädokriminellen betitelt. Gerade Jungen werden oft allein gelassen, weil ihre Eltern tagelang als Fischer auf dem Meer unterwegs sind.  „Beach boys" werden diese Kinder genannt, sagt Pater Pinto. Fischer haben ein hartes Leben. Manchmal sind sie wochenlang auf See. Mit ihren Frauen und Töchtern, die das Trocknen und Räuchern der Fische besorgen, biwakieren sie auf Sandbänken weit draußen im Meer. Die älteren Jungen lassen sie bei den Großeltern oder den Nachbarn zurück. Viele dieser sich zum Teil auch selbst überlassenen Jungen schwänzen die Schule, lungern am Strand herum und bändeln mit westlichen Touristen an. So werden die Jungen eine leichte Beute derer, die neben Sonne und Sand vor allem Sex mit Kindern und Jugendlichen suchen.

 

Die Finanzierung des Don Bosco Technical Center in Negombo/Sri Lanka ist weitestgehend von privaten Spenden und ausländischer Unterstützung abhängig. Don Bosco Mondo e.V. kooperiert in der Projektarbeit für dieses und eine Vielzahl anderer gleichartiger Projekte in vielen Ländern der Welt mit zig-tausenden privaten Spendern, Stiftungen, Firmen und öffentlichen Geldgebern.

 

"Für roterkeil.net und roterkeil Dortmund e.V. ist es eine Selbstverständlichkeit hier zu helfen, nicht nur weil auch eine wachsende Anzahl von deutschen Sex-Touristen Not und Elend nach Sri-Lanka bringen.", so Ulrich Fehlauer von roterkeil Dortmund e.V.